HWC-Kicker bei ManU
Homeless World Cup Kicker bei ManU unter Vertrag

- Bebe mit dem Team von Cais, stehend ganz links, Copyright Cais
Während die Vorbereitungen des österreichischen Nationalteams für den VIII. Homeless World Cup von 19. bis 26. September 2010 in Rio de Janeiro auf Hochtouren laufen - Teamchef Gilbert Prilasnig wird dem Team beim letzten Trainingslager von 3. bis 5. September in Bad Lutzmannsburg den letzten Feinschliff verpassen - wird international eine echte Sensation vermeldet. Der portugiesische Spieler Bebe, im Vorfeld des Homeless World Cup 2008 Teil des portugiesischen Teams, bekam dieser Tage einen Vertrag beim englischen Rekordmeister Manchester United.
Bebe lebte bis vor kurzem in einem Vorort Lissabons und wurde über eine Notschlafstelle für Obdachlose auf das portugiesische Homeless World Cup Team aufmerksam. Mehrmals nahm der 20-jährige Offensivspieler an den Trainings der Lissabonner Straßenzeitung Cais teil, letztendlich rutsche er aber nicht in das WM-Aufgebot für das Turnier in Melbourne (Bebe im Bild im Anhang; stehend, links hinten, Copyright: Cais, honorarfrei). In einer ersten Reaktion zeigte sich der 1,90-Mann über seinen Profivertrag in England überglücklich: "Fußball kann Leben verändern!"
Genau dieses Ziel verfolgt auch der Homeless World Cup - die Idee stammt aus Österreich, die Weltpremiere feierte das internationale Turnier für Menschen am Rand der Gesellschaft im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas. Heute vereint das globale Streetsoccer-Event Teams aus über 70 Nationen. Erstmals wird heuer in Rio auch ein Team aus Palästina mit dabei sein. Das österreichische Nationalteam wird von der Caritas organisiert und jedes Jahr neu gebildet, damit immer wieder neue Spieler teilnehmen können.
Teamchef Gilbert Prilasnig, selbst ehemals Profi beim SK Sturm Graz und österreichischer Teamspieler, traf mit seinem Team schon mehrfach auf Portugal. "Bei der WM 2008 in Melbourne setzte es gegen die starken Portugiesen in der KO-Phase die entscheidende Niederlage. Wenn ich heute höre, welche Kaliber die Portugiesen damals noch zu Hause lassen konnten, wertet dies die Leistung unseres Teams noch weiter auf. Für Bebe ist diese Entwicklung natürlich großartig. Ich wünsche ihm aus ganzem Herzen, dass er sich bei Manchester United durchsetzen kann."
